Seit 1. Januar 1971 ist Kehl Große Kreisstadt. Als ehemaliger Brückenkopf zu den rechtsrheinischen Gebieten Frankreichs war Kehl oft Schauplatz kriegerischer Handlungen und wurde mehrfach zerstört
Bundesland
Regierungsbezirk
Freiburg
Landkreis
Ortenaukreis
Einwohner
37.378 (31. Dez. 2021)[1]
Postleitzahl
77694
Vorwahlen
07851, 07852, 07853, 07854
Adresse der Stadtverwaltung
Website
Ortsteile
Kehl
Adressen:
1. Stadt Kehl
Hauptstraße 1
77694 Kehl
2. Ordnungsamt Kehl
Hauptstraße 1
77694 Kehl
3. Ausländerbehörde Kehl
Hauptstraße 1
77694 Kehl
Gemeinde Kehl – Öffnungszeiten
- Montag: 09:00 - 11:30
- Dienstag: 09:00 - 11:30
14:00 - 15:30
- Mittwoch: 09:00 - 11:30
- Donnerstag: 09:00 - 11:30
14:00 - 15:30
- Freitag: 09:00 - 12:00
- Samstag: Geschlossen
- Sonntag: Geschlossen
Der Kehler Gemeinderat hat am 3. Februar 2024 den Beschluss gefasst, einen Bebauungsplan für ein Wohngebiet im Bereich „Am Rinnbach“ in Zierolshofen aufzustellen. Das Gebiet umfasst etwa 4000 Quadratmeter und soll zu einem attraktiven Wohngebiet entwickelt werden, trotz eines negativen Nachhaltigkeitschecks due to der ökologischen Auswirkungen.
Zudem wurde der Bebauungsplan „Iringheimer Straße“ angepasst, der nun ein allgemeines Wohngebiet mit einem öffentlichen Grünstreifen und Fassadenbegrünung vorsieht. Im östlichen Bereich sind Sozialwohnungen mit rund 85 Wohneinheiten geplant, während im westlichen Bereich Flächen an private Investoren verkauft werden sollen.
Ein weiteres Projekt ist der Bebauungsplan „Hanfplatz / Wasserstraße II“, der die Errichtung von etwa 70 Wohneinheiten in Einzel-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern ermöglichen soll, um den Bedarf an Wohnbauflächen in Kehl zu decken.
Das Gewerbegebiet Neumühl ist ebenfalls in Planung, mit einem Geltungsbereich von rund 18,5 Hektar, um ein nachhaltiges Gewerbegebiet mit hohen ökologischen Standards zu schaffen.
FAQ
Wie werden Ausnahmen und Befreiungen von Bebauungsplan-Festsetzungen geregelt?
Ausnahmen und Befreiungen von Bebauungsplan-Festsetzungen sind möglich:
Ausnahmen (§ 31 Abs. 1 BauGB):
- Müssen im Bebauungsplan ausdrücklich vorgesehen sein
- Können unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen werden
- Beispiel: Überschreitung der Baugrenze für untergeordnete Bauteile
Befreiungen (§ 31 Abs. 2 BauGB):
- Möglich, auch wenn nicht im Bebauungsplan vorgesehen
- Erfordern besondere Gründe (z.B. städtebauliche Gründe, Härtefälle)
- Dürfen Grundzüge der Planung nicht berühren
- Öffentliche Belange nicht beeinträchtigen
- Nachbarliche Interessen berücksichtigen
Beide Möglichkeiten bieten Flexibilität bei der Anwendung des Bebauungsplans, unterliegen aber strengen Voraussetzungen.
Welche rechtliche Verbindlichkeit hat ein Flächennutzungsplan?
Die rechtliche Verbindlichkeit eines Flächennutzungsplans ist begrenzt:
- Keine direkte Rechtswirkung gegenüber Bürgern
- Bindend für Behörden und öffentliche Planungsträger
- Grundlage für die Aufstellung von Bebauungsplänen
- "Anpassungspflicht" für Bebauungspläne an den FNP
- Keine unmittelbare Grundlage für die Erteilung von Baugenehmigungen
- Möglichkeit der Normenkontrollklage für bestimmte Betroffene
Der FNP dient als strategisches Planungsinstrument und entfaltet seine Wirkung hauptsächlich innerhalb der Verwaltung und gegenüber anderen Planungsträgern.