Bissendorf ist eine Gemeinde im Zentrum des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen mit den größeren Ortsteilen Bissendorf, Schledehausen und Wissingen.
Bundesland
Landkreis
Einwohner
14.680 (31. Dez. 2021)[1]
Postleitzahl
49143
Vorwahl
05402
Adresse der Verbandsverwaltung
Website
Ortsteile
Achelriede, Cronsundern, Himbergen, Stockum, Uphausen-Eistrup, Wennebostel, Achelriede, Cronsundern, Himbergen, Stockum, Uphausen-Eistrup, Wennebostel
Gemeinde Bissendorf – Öffnungszeiten
- Montag: 08:30 - 12:30
- Dienstag: 08:30 - 12:30
- Mittwoch: 08:30 - 12:30
- Donnerstag: 12:00 - 16:00
- Freitag: 08:30 - 12:30
- Samstag: Geschlossen
- Sonntag: Geschlossen
Die Gemeinde Bissendorf plant trotz zahlreicher Einwände die 45. Änderung des Flächennutzungsplans, die die Ausweisung von Gewerbegebieten im Natberger Feld vorsieht. Die Einwender befürchten Beeinträchtigungen durch Lärm, Verkehr, Staub und Gerüche, sowie negative Auswirkungen auf die Grundwasserqualität und die landwirtschaftlichen Nutzflächen. Trotz dieser Bedenken sieht die Gemeinde keine unzumutbaren oder unzulässigen Beeinträchtigungen und plant, das Verfahren fortzuführen. Es gibt auch Kritik an der Planung wegen Widerspruchs zum Regionalen Raumordnungsprogramm und zum Gemeindeentwicklungsplan. Die Gemeinde argumentiert, dass keine alternativen Gewerbegebiete verfügbar sind und die Arbeitsplatzsituation gesichert sei.
FAQ
Was ist ein Vorhaben- und Erschließungsplan?
Ein Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) ist ein Sonderfall des Bebauungsplans:
- Wird von einem Vorhabenträger (Investor) in Abstimmung mit der Gemeinde erstellt
- Bezieht sich auf ein konkretes Bauvorhaben und dessen Erschließung
- Ist Teil des vorhabenbezogenen Bebauungsplans
- Wird ergänzt durch einen Durchführungsvertrag zwischen Gemeinde und Vorhabenträger
Vorteile des VEP:
- Flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten
- Schnellere Realisierung von Projekten
- Kosteneinsparung für die Gemeinde
Der VEP ermöglicht eine enge Abstimmung zwischen öffentlichen und privaten Interessen bei der Projektentwicklung.
Wie werden Ausnahmen und Befreiungen von Bebauungsplan-Festsetzungen geregelt?
Ausnahmen und Befreiungen von Bebauungsplan-Festsetzungen sind möglich:
Ausnahmen (§ 31 Abs. 1 BauGB):
- Müssen im Bebauungsplan ausdrücklich vorgesehen sein
- Können unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen werden
- Beispiel: Überschreitung der Baugrenze für untergeordnete Bauteile
Befreiungen (§ 31 Abs. 2 BauGB):
- Möglich, auch wenn nicht im Bebauungsplan vorgesehen
- Erfordern besondere Gründe (z.B. städtebauliche Gründe, Härtefälle)
- Dürfen Grundzüge der Planung nicht berühren
- Öffentliche Belange nicht beeinträchtigen
- Nachbarliche Interessen berücksichtigen
Beide Möglichkeiten bieten Flexibilität bei der Anwendung des Bebauungsplans, unterliegen aber strengen Voraussetzungen.